VBE mahnt erneut Ethikunterricht für Grundschüler an

Aus finanziellen Gründen darf Werteerziehung nicht verhindert werden

VBE Landesvorsitzender Gerhard Brand

Gerhard Brand, VBE Landesvorsitzender

Stuttgart. „Bildungsgerechtigkeit muss in der Grundschule anfangen“, sagt der Vorsit­zende des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE), Gerhard Brand. Dazu gehöre auch ein Ethikunterricht für alle Schüler, die nicht am Religionsunter­richt teilnehmen. Alle Kinder sollten möglichst früh eine optimale Bildung und Erziehung genießen dürfen. Bis heute warten die Grundschulen vergeb­lich auf den in der Koalitionsvereinbarung festgeschriebenen Ethikunterricht.

Grundschüler, die nicht am Religionsunterricht teilnehmen, bleiben nicht nur ohne alternative Bildungsangebote, sie sind für die Schulen auch eine echte Herausfor­derung, was die Beaufsichtigung betrifft. Denn auf der einen Seite hat man die ver­lässliche Grundschule, die verhindert, dass man Schüler in Randstunden vorzeitig nach Hause schicken darf, andererseits stehen den Schulen für „Nicht-Unterricht“ auch keine Lehrerstunden zur Verfügung.

Nicht einmal sinnvolle Stütz- und Förderkursstunden können alternativ für Grund­schüler angeboten werden, die nicht am Religionsunterricht teilnehmen. „Der von Grün-Rot vorgesehene Ethikunterricht ab der ersten Klasse für Kinder, die keinen Religionsunterricht besuchen, ist schlichtweg aus finanziellen Gründen noch nicht umgesetzt worden“, kritisiert VBE-Chef Brand.

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