VBE begrüßt Neuregelung der Ausbildung an Pädagogischen Hochschulen

Stuttgart.

Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) Baden-Württemberg sieht in der Neuordnung der Lehrerausbildung an Pädagogischen Hochschulen einen weiteren Schritt in die richtige Richtung. Der VBE begrüßt, dass Haupt- und Real­schullehrkräfte nunmehr gemeinsam ausgebildet werden und auch die Studierenden für das Lehramt an Grundschulen acht Semester an der Hochschule absolvieren dürfen. Dies sei ein Gewinn für die Qualität des Unterrichts, so VBE-Landeschef Gerhard Brand.

VBE Landesvorsitzender Gerhard Brand

Gerhard Brand

„Eine Lehrerausbildung, die schon vom Ansatz her auf ‚niedere’ und ‚höhere’ Lehrer zielt, hat der VBE immer abgelehnt“, unterstreicht Brand. Das sei ein Relikt aus dem vorvorigen Jahrhundert, als es wichtig war, auf Standesunterschiede zu achten und Klassenschranken in den Schulen zu bewahren.

„Die Zeit der höheren Schulen für die bessere Gesellschaft und der niederen Volksschulen fürs gemeine Volk ist endgültig vorbei“, sagt Brand. Dieser gesellschaftliche Wandel schlägt sich nun auch folgerichtig in der Lehrerausbildung nieder. „Alle Lehrer sind Lehrer“, stellt der VBE-Landeschef fest und will damit keinesfalls das Gespenst des „Einheitslehrers“ an die Wand malen, denn selbstverständlich werde die Ausbildung der Pädagogen auch künftig schülerbedarfsgerecht in entsprechenden Modulen erfolgen. Die Schule der Zukunft müsse mit neuen Strukturen gestaltet werden, so Brand.

9. Juni 2011

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