VBE unterstützt Vorstoß des Landesschülerbeirats:

Medienkompetenz zu haben bedeutet,
nicht nur zu wissen,
welche Taste
wo gedrückt werden muss

Stuttgart.

Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) Baden-Württemberg unterstützt den Lan­desschülerbeirat bei seinem Vorstoß, im Unterricht allen Schülern die Welt der digitalen Medien intensiver näher zu bringen.

VBE Landesvorsitzender Gerhard Brand

Gerhard Brand

„Schulen müssen den Kindern und Jugendlichen viel mehr Medienkompetenz vermitteln“, sagt auch VBE-Landeschef Gerhard Brand.

Dafür benötigten die Lehrer, so Brand weiter, eine entsprechende Aus- und Fortbildung, un­terschiedliche Medien zum Demonstrieren und Ausprobieren lassen sowie ausreichende Un­terrichtszeit – ob in einem Extra-Fach oder fächerübergreifend integriert sei dabei sekundär. Das alles koste aber wieder sehr viel Geld, welches jedoch gut angelegt sei, versichert Brand.

In der schulischen Medienerziehung könne es nicht nur darum gehen, Kinder und Jugendli­che mit den technischen Entwicklungen vertraut zu machen. Da seien manche Schüler ihren Lehrern im Wissensstand bisweilen sogar etwas voraus. Schüler sollten vielmehr lernen, kri­tisch und aufgeklärt mit den neuen Medien und der auf sie einstürzenden Informationsflut umzugehen.

Lehrer müssen daher verstärkt das Bewusstsein für die Bedeutung ethischer und rechtlicher Normen in der Informationsgesellschaft vermitteln.

Medienkompetenz ist nicht die Fähigkeit zu wissen, welche Taste wo und wann gedrückt werden muss, damit das Medium die gewünschten Informationen ausspuckt.

Medienkompetenz besteht vielmehr

  • aus der Fähigkeit, Medien gezielt auszuwählen und zu nutzen.
  • aus der Fähigkeit, Medieninhalte zu lesen, zu verstehen und richtig zu bewerten.
  • sowie aus der Fähigkeit, Informationen selbst aufzubereiten und in Netzen zu präsentieren.

Nach Auffassung des VBE bietet die Informationsgesellschaft der Zukunft gerade für so ein rohstoffarmes Land wie Baden-Württemberg große Chancen. Diese Gelegenheit sollten die Schulen beim Schopf packen können. Nun sei das Kultusministerium gefordert, mit Unter­stützung durch das Finanzministerium die entsprechenden Bedingungen an den Schulen zu schaffen. Noch habe nicht einmal der Computer im Grundschulbereich offiziell seinen Einzug gehalten, moniert Brand.

9. Juni 2011


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