Öffentlicher Dienst: Wettbewerbsfähigkeit der Länder steht auf dem Spiel

„Die Lehrkräfte verdienen Wertschätzung. All die schönen Worte über den heeren Anspruch von Lehrkräften und die Lobesworte aus der Politik in Wahlkampfzeiten können jetzt in bare Münze umgewandelt werden. Wir fordern 6 Prozent mehr auf eine Laufzeit von 12 Monaten, mindestens 200 Euro“, erläutert Gerhard Brand, Landesvorsitzender des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE) die heute vorgestellten Forderungen der Gewerkschaften für die Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst der Länder.

Auftakt der Tarifrunde ist am 21. Januar 2019 in Berlin, danach sind weitere Verhandlungen für den 06./07.02.2019 sowie den 28.02./01.03.2019 in Potsdam terminiert. Seit 2005 gibt es getrennte Tarifverhandlungen für Bund und Kommunen einerseits und für die Länder andererseits. „Das Aufholen der Einkommensrückstände im Länderbereich ist für die Gewerkschaften die große Herausforderung der Tarifrunde 2019, um den Anschluss an Bund und Kommunen nicht zu verlieren“, konstatiert Jens Weichelt, stellvertretender VBE-Bundesvorsitzender Geschäftsbereich Tarifpolitik und Mitglied der Verhandlungskommission.

Tarifverhandlungen: Paralleltabelle muss kommen

Im Vorfeld des Beschlusses der Bundestarifkommission hatten die Beschäftigten die Möglichkeit genutzt, ihre Vorstellungen und Forderungen auf den sogenannten „Branchentagen“, die vom dbb beamtenbund und tarifunion organisiert wurden, zu artikulieren. VBE-Landesverbände und -Mitglieder beteiligten sich hieran. Hier zeigte sich auch, dass die Forderungen der Beschäftigten aber über die Anhebung der Tabellenentgelte hinausgehen. Brand betont: „Die Erwartungen der Tarifbeschäftigten im Lehrerbereich sind ganz klar: ‚stufengleiche Höhergruppierung‘, wie im Tarifrecht bei Bund und Kommunen, und die Realisierung der Paralleltabelle muss kommen.“