Lehrerversorgung als zentrale Säule der Bedarfsplanung

Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) Baden-Württemberg sieht nicht die Schülerlenkung als zentrale Säule der Bedarfsplanung, sondern die Lehrerversorgung. „Es sollten zwingend genügend Lehrkräfte eingestellt werden“, forderte der Landesvorsitzende des VBE, Gerhard Brand und setzte damit einen anderen Schwerpunkt als die Kultusministerin.

Bei seiner Pressemeldung bezieht sich der VBE Baden-Württemberg auf folgende Aussage der Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann, wie sie zum Beispiel im Artikel der Rhein-Neckar-Zeitung vom 13.09.2017, Seite 18 „Gericht verteidigt freie Schulwahl“ zu lesen war: „Die bisherige Praxis der Schülerlenkung stellt eine zentrale Säule der Bedarfsplanung dar.“

Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) Baden-Württemberg setzt einen anderen Schwerpunkt als die Kultusministerin. „Die zentrale Säule der Bedarfsplanung sollte die Lehrerversorgung sein. Es sollten zwingend genügend Lehrkräfte eingestellt werden. Hier müssen wir die Weichen für die Zukunft stellen und Schritte unternehmen, um genügend junge Leute ins Lehramt zu bekommen. Dazu ist es nötig, den Beruf attraktiver zu gestalten“, kommentierte der Landesvorsitzende des VBE Baden-Württemberg, Gerhard Brand, am 14.09.2017 in Stuttgart die Aussage der Kultusministerin.

Der VBE Baden-Württemberg erkenne zwar die Absicht der Schulverwaltung an, „die reine Fokussierung auf die Schülerlenkung führt aber dazu, dass Klassen im Endeffekt zu voll werden und die pädagogische Arbeit der Lehrkräfte wegen zu großer Gruppen erschwert wird“, meinte Brand.