VBE fordert Investitionen in die Grundschulen

Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) hat im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) den Bildungsmonitor 2017 veröffentlicht. Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) Baden-Württemberg hat die Ergebnisse interessiert verfolgt und fordert angesichts der Ergebnisse Investitionen in die Grundschule. „In diesem Bereich werden die Grundlagen für den späteren Bildungserfolg gelegt. Da müssen wir ran!“, fordert der Landesvorsitzende des VBE Baden-Württemberg, Gerhard Brand.

Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) Baden-Württemberg hat die Ergebnisse des Bildungsmonitors 2017 interessiert verfolgt und aus diesen für Baden-Württemberg die folgenden Rückschlüsse gezogen.

Förderinfrastruktur in Baden-Württemberg:

Im Bereich Förderinfrastruktur liegt Baden-Württemberg gemäß den Ergebnissen des Bildungsmonitors 2017 auf dem letzten Platz. Bei der Ganztagsbetreuung von Kindern im Alter von drei bis sechs Jahren sowie Schülerinnen und Schülern in der Grundschule ist die Quote in Baden-Württemberg weit unterdurchschnittlich. Da Thüringen und Sachsen, als Erst- und Zweitplatzierte im Bildungsmonitor, in diesem Bereich sehr hohe Quoten haben, Bayern als weiteres erfolgreiches Bundesland in diesem Bereich jedoch auch eher niedrige Quoten aufweist, fragt sich der VBE, in wieweit Ganztagsbetrieb und Bildungserfolg korrelieren.

„Gibt es eine Korrelation von Ganztagsbetrieb und Bildungserfolg? Die Ergebnisse von Bayern, Thüringen und Sachsen weisen nach Ansicht des VBE nicht in eine eindeutige Richtung. Der VBE richtet den Blick deshalb auch auf die Ausgestaltung des Ganztagsbetriebs: Wie muss der Ganztagsbetrieb aussehen, damit er zum Bildungserfolg der Schülerinnen und Schüler beiträgt?“, hinterfragt der Landesvorsitzende des VBE Baden-Württemberg, Gerhard Brand, die Ergebnisse.

Investitionen in die Grundschulen:

Bei den relativen Bildungsausgaben für die Grundschule liegt Baden-Württemberg im Bildungsmonitor nur auf Rang 14. Da die anderen erfolgreichen Bundesländer wie Bayern und Thüringen in diesem Bereich an der Spitze liegen, besteht hier nach Ansicht des VBE Baden-Württemberg eine hohe Korrelation. „Baden-Württemberg muss in die Grundschulen investieren. Die besten Köpfe müssen in die Grundschule, da in diesem Bereich die Grundlagen für den späteren Bildungserfolg gelegt werden. Da müssen wir ran!“, fordert der Landesvorsitzende eine Reaktion auf die Ergebnisse.

Auch bei der Schüler-Lehrer-Relation in den Grundschulen belegt Baden-Württemberg zusammen mit Nordrhein-Westfalen den letzten Platz. „Wir fordern die Landesregierung auf, in diesem Bereich zu handeln. Hamburg, einen Platz hinter uns im Ranking, ergreift bereits Maßnahmen und wird uns überholen. Die Landesregierung muss also hinsichtlich der Schüler-Lehrer-Relation an Grundschulen dringend reagieren“, untermauert Gerhard Brand.

Der VBE erkennt an, dass das Kultusministerium bereits Maßnahmen ergriffen hat, um die Bildung in Baden-Württemberg zu verbessern. „Auch wenn in der Bildungspolitik kurzfristige Erfolge in der Regel nicht zu erwarten sind, deuten erste leichte Verbesserungen im Bildungsmonitor an, dass die Kultusministerin Maßnahmen in den richtigen Bereichen ergreift. Die Ergebnisse zeigen aber gleichzeitig auf, wo bei uns in Baden-Württemberg noch Handlungsbedarf besteht“, so der VBE-Landesvorsitzende.

Der Bildungsmonitor ist unter folgendem Link abrufbar: http://www.insm-bildungsmonitor.de/2017_best_i_gesamtranking.html