Erzieher/-innen

Der VBE kämpft für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen von pädagogischen Fachkräften im Sozial- und Erziehungsdienst, Erziehern/-innen, Kindheitspädagogen/-innen, Sozialarbeitern/ -innen und Sozialpädagogen/-innen. Er macht sich stark für die Erhöhung der Wertschätzung und der gesellschaftlichen Anerkennung dieser Berufsgruppen.

Wichtige Forderungen:

  • Verbesserung der Personalausstattung in den Kindertagesstätten
  • Verbesserung der Rahmenbedingungen für die gesamte pädagogische Arbeit
  • Vor- und Nachbereitungszeit für die Umsetzung des Baden-Württembergischen Bildungsplans
  • Orientierung der pädagogischen Arbeit an aktuellen Erkenntnissen der Pädagogik und angrenzender Wissenschaften
  • Arbeitszeit für Leitungstätigkeit in Höhe des tatsächlichen Aufwands, auch für Stellvertreter/-innen
  • Praxisbezogene Fort- und Weiterbildungsangebote in hoher Qualität
  • Zeit- und inhaltsgleiche Umsetzung der Ergebnisse der Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst im Bereich freier Träger
  • Vertretung der Rechte durch Personalräte und Betriebsräte

Jugend- und Familienministerkonferenz

Frühkindliche Bildung: Initiative gegen Personalmangel

Die Jugend- und Familienministerkonferenz hat Empfehlungen verabschiedet, um dem Personalmangel in der frühkindlichen Bildung entgegenzuwirken. Der dbb Bundesvorsitzende Ulrich Silberbach begrüßt die Initiative, fordert aber weitergehende Maßnahmen.

„Mit dem aktuellen Tarifabschluss für den öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen haben wir einen wichtigen Schritt zu einer besseren Bezahlung gerade auch für Erzieherinnen und Erzieher gemacht, sowohl bei den Berufseinsteigern als auch bei erfahrenen Fachkräften“, sagte Silberbach am 4. Mai 2018. Insofern seien die Tarifparteien den Empfehlungen der Jugend- und Familienministerkonferenz (JFMK) sogar ein Stück voraus. „Klar ist aber auch, dass damit nicht das Ende der Fahnenstange erreicht ist. Sowohl die Bezahlung nach der Entgelttabelle als auch die Regeln für die Eingruppierung müssen weiter optimiert werden, um der gesellschaftlichen Bedeutung der frühkindlichen Bildung gerecht zu werden.“

Neben höherer Bezahlung seien aber weitere Maßnahmen erforderlich. „Es ist richtig, dass die JFMK auch das Thema Arbeitszeit angehen will, um das Berufsfeld attraktiver zu machen. Die Reduzierung von Befristungen sollte dabei selbstverständlich sein – übrigens nicht nur im Bildungssektor“, so der dbb Chef. „Gerade Erzieherinnen und Erzieher arbeiten oft in Teilzeit. Wenn es hier den Wunsch nach Aufstockung gibt, sollte dem nachgekommen werden. Das wäre auch mit Blick auf den Wunsch vieler Eltern nach flexibleren und längeren Betreuungszeiten nur konsequent. Wir können auch über ganz neue Arbeitszeitmodelle nachdenken, wenn sie im Interesse der Beschäftigten sind und sie in enger Abstimmung mit den Gewerkschaften erprobt und eingeführt werden.“

Weitere Vorschläge der JFMK wie die Weiterentwicklung der Gewinnung von Quereinsteigern will der dbb nur unter Vorbehalten unterstützen. Silberbach: „Grundsätzlich ist es richtig, bei besonderem Bedarf das Berufsfeld für Seiteneinsteiger zu öffnen. Dabei darf aber unter keinen Umständen die Qualität der frühkindlichen Bildung leiden. Niemand sollte der Illusion erliegen, dass das notwendige Rüstzeug für diese herausfordernde Aufgabe nebenbei erlernt werden kann. Deshalb müssen die Bewerber schon vor dem Einstieg entsprechend geschult und auch danach intensiv weitergebildet werden. Schon heute muss die Praxisanleitung durch erfahrenes Personal erfolgen. Dafür stehen den Kolleginnen und Kollegen aber keine gesonderten Zeitkontingente zur Verfügung, wodurch ihre Arbeitsbelastung weiter steigt. Insofern ist es fraglich, ob diese Maßnahme kurzfristig überhaupt Wirkung entfalten kann.“

Mehr zum Thema bei unserem Dachverband dbb:

Mehr Informationen zum Sozial- und Erziehungsdienst (dbb.de)

Zu den Ergebnissen der Einkommensrunde Bund und Kommunen 2018 (dbb.de)