Nach langwierigen Tarifverhandlungen konnten die Verhandlungspartner einen Abschluss erreichen. VBE-Landesvorsitzender Gerhard Brand: „Diese Tarifrunde hat uns allen viel Geduld und Durchhaltevermögen abverlangt. Die Verhandlungen waren hart, oft zäh, und jeder Fortschritt musste mühsam erkämpft werden. Umso wichtiger ist: Die lineare Erhöhung um 5,8 Prozent entspricht dem Niveau des Abschlusses auf Bundes- und kommunaler Ebene – dieses Ziel konnte erreicht werden. Der Abschluss ist ein spürbares, finanzielles Zeichen der Wertschätzung für die tägliche Arbeit der Beschäftigten.“
Ruth Schweikert, Landesreferatsleiterin Arbeitnehmer, kritisiert: „Die lineare Erhöhung bringt den Beschäftigten ein reales Plus und ist damit ein Schritt in die richtige Richtung. Gemessen an unserer ursprünglichen Forderung von sieben Prozent, beziehungsweise mindestens 300 Euro, bleibt das Ergebnis jedoch dahinter zurück.“
Für den VBE ist die Einkommensrunde mit dem Tarifabschluss noch längst nicht beendet. „Für uns ist klar: Das Ergebnis muss zeit- und systemgleich auf die Beamtinnen und Beamten sowie auf die Versorgungsempfängerinnen und Versorgungsempfänger übertragen werden. Wir werden darauf achten, dass die Fraktionen Wort halten, dass auch diese Übertragung umgesetzt wird, damit alle Beschäftigten im öffentlichen Dienst fair und gleich behandelt werden.“
Kernpunkte der Einigung
- Einkommenserhöhung 5,8 Prozent (zum 1.4.26 um 2,8 Prozent, mindestens 100 Euro, zum 1.3.27 um 2,0 Prozent und zum 1.1.28 um 1 Prozent),
- Laufzeit 27 Monate
- Erhöhung der Zulagen für Schicht- und Wechselschichtarbeit
- Anpassung Kündigungsschutzregelungen Ost an West
- Ausbildungspaket: u.a. Erhöhung der Ausbildungsentgelte um 150 Euro
Hintergrund
Von den Verhandlungen mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) sind etwa 3,5 Millionen Beschäftigte betroffen: Direkt ca. 1,1 Millionen Tarifbeschäftigte der Bundesländer (außer Hessen), indirekt ca. 1,4 Millionen Beamtinnen und Beamte der entsprechenden Länder und Kommunen sowie rund eine Million Versorgungsempfängerinnen und Versorgungsempfänger.
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