Die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) hat auch in der zweiten Verhandlungsrunde zum TV-L 2025/2026 am 15. und 16. Januar 2026 kein Angebot vorgelegt. Vor diesem Hintergrund erhöhen der Verband Bildung und Erziehung (VBE), der dbb beamtenbund und tarifunion sowie der Beamtenbund Baden-Württemberg (BBW) den Druck vor der dritten und geplanten letzten Verhandlungsrunde vom 11. bis 13. Februar 2026.
Am 5. Februar 2026 rufen VBE, dbb und BBW zu einer Demonstration mit Warnstreik in Stuttgart auf. Auftakt ist um 11.00 Uhr in der Lautenschlagerstraße. Von dort zieht der Protestzug um 11.45 Uhr in Richtung Schlossgarten, wo ab ca. 12.30 Uhr die Großkundgebung stattfindet. Als Hauptredner sprechen der Zweite Vorsitzende des dbb und Fachvorstand Tarifpolitik, Andreas Hemsing, sowie der BBW-Vorsitzende Kai Rosenberger.
Mit der Demonstration unterstreichen die Gewerkschaften ihre berechtigte Forderung nach 7 Prozent mehr Einkommen, mindestens jedoch 300 Euro pro Monat.
Da Tarifabschlüsse im TV-L in der Regel die Grundlage für die Anpassung von Besoldung und Versorgung im Landes- und Kommunalbereich sind, sind ausdrücklich auch Beamtinnen und Beamte sowie Versorgungsempfängerinnen und Versorgungsempfänger zur Teilnahme aufgerufen – in ihrer Freizeit, etwa in der Mittagspause, im Zeitausgleich oder im Urlaub.
Der VBE-Landesvorsitzende Gerhard Brand betont:
„Es ist wichtig, dass es gelingt, möglichst viele Kolleginnen und Kollegen zu mobilisieren. Der zeitliche Ablauf der Stuttgarter Protestveranstaltung ist bewusst so gewählt, dass auch Beamtinnen und Beamte aus dem Land und den Kommunen sowie Kolleginnen und Kollegen aus anderen Tarifbereichen solidarisch in einer verlängerten Mittagspause oder in ihrer Freizeit teilnehmen können.“
Der VBE Baden-Württemberg appelliert an alle Beschäftigten im öffentlichen Dienst, sich an der Demonstration zu beteiligen und gemeinsam ein starkes Zeichen für faire Einkommen und Wertschätzung zu setzen.
