DKLK 2026 in Stuttgart: Austausch, Engagement und neue Impulse für die Praxis

Zwei Tage voller Gespräche, Begegnungen und fachlicher Impulse – der Deutsche Kitaleitungskongress (DKLK) 2026 in Stuttgart hat einmal mehr gezeigt, wie groß das Engagement und der Austauschbedarf im System der frühkindlichen Bildung sind.

Am 13. und 14. April wurde deutlich: Die Herausforderungen in den Kindertageseinrichtungen sind bekannt – und gleichzeitig ist die Bereitschaft, gemeinsam an Lösungen zu arbeiten, ungebrochen.

Der VBE Baden-Württemberg war mit starker Präsenz vor Ort und brachte sich mit klaren Positionen, neuen Formaten und viel Nähe zur Praxis aktiv in den Kongress ein.

Thematischer Schwerpunkt 2026: Übergang Kita – Grundschule

Im Mittelpunkt der diesjährigen DKLK-Studie stand der Übergang von der Kita in die Grundschule – ein entscheidender Abschnitt in der Bildungsbiografie von Kindern.

Die Ergebnisse wurden am zweiten Kongresstag von der Studienleiterin Prof. Dr. Miriam Baghai-Thordsen vorgestellt – unmittelbar vor der anschließenden Podiumsdiskussion.

Deutlich wurde dabei: Übergänge werden in den Einrichtungen aktiv gestaltet und Kooperationen mit Grundschulen sind weit verbreitet. Gleichzeitig hängt die Qualität dieser Zusammenarbeit stark von den vorhandenen Rahmenbedingungen ab. Vor allem fehlende Zeit für Austausch und Kooperation stellt eine zentrale Herausforderung dar.

Besonders hervorzuheben ist die Bedeutung sozial-emotionaler Kompetenzen. Diese werden von den befragten Leitungen noch vor sprachlichen Kompetenzen als zentral für einen gelingenden Übergang eingeschätzt. Damit rückt die Frage nach Sicherheit, Beziehung und Orientierung für Kinder stärker in den Fokus.

Der VBE macht deutlich: Gelingende Übergänge sind keine Frage des individuellen Engagements, sondern der strukturellen Rahmenbedingungen.

Politische Diskussion: Flexibilität gefragt

Die Vorstellung der Studie mündete direkt in die politische Podiumsdiskussion – allerdings unter besonderen Umständen: Aufgrund der parallel laufenden Sondierungsgespräche zwischen Bündnis 90/Die Grünen und CDU war die politische Beteiligung deutlich reduziert. Statt eines breit besetzten Panels stand lediglich eine Vertreterin der SPD zur Verfügung.

Die Situation erforderte kurzfristige Improvisation – und wurde zugleich zur Chance: Die Diskussion verlagerte sich stärker in Richtung Praxis und Austausch mit den Teilnehmenden und gewann dadurch an Offenheit und Authentizität.

Neues Format: Fishbowl bringt Bewegung in den Austausch

Ein besonderes Highlight des diesjährigen Kongresses war das neue Fishbowl-Format. Hier konnten Teilnehmende aktiv in die Diskussion einsteigen und ihre Perspektiven unmittelbar einbringen.

Das Format sorgte für lebendige Gespräche, direkte Rückmeldungen aus der Praxis und einen offenen Austausch auf Augenhöhe. Gerade in einem System, das stark von Erfahrungen und Beziehungen lebt, erwies sich dieser Zugang als besonders wertvoll.

VBE-Stand: Begegnung, Humor und klare Botschaften

Auch am VBE-Infostand wurde der Kongress zu einem Ort des Austauschs. Viele Fachkräfte nutzten die Gelegenheit, ins Gespräch zu kommen, Erfahrungen zu teilen und sich zu vernetzen.

Besonders gut angenommen wurde die Instagram-Aktion mit humorvollen Karten aus dem Kita-Alltag. Mit einem Augenzwinkern konnten typische Situationen aufgegriffen werden – verbunden mit klaren Botschaften zu den notwendigen Rahmenbedingungen.

Die Aktion machte sichtbar, was viele täglich erleben – und brachte gleichzeitig Leichtigkeit in ein anspruchsvolles Thema.

VBE als starke Stimme im Diskurs

Mit fachlicher Klarheit, neuen Beteiligungsformaten und viel Nähe zur Praxis zeigte der VBE Baden-Württemberg erneut, wofür er steht:

für klare Positionen,
für den Dialog mit der Praxis
und für eine starke Stimme der Fachkräfte im System.

Der DKLK 2026 hat einmal mehr gezeigt: Die Herausforderungen sind bekannt – und die Lösungen ebenfalls.

Was fehlt, sind nicht Konzepte oder Engagement, sondern die strukturellen Voraussetzungen, um gute Arbeit dauerhaft leisten zu können.

Der VBE wird diesen Punkt weiterhin klar benennen – und sich dafür einsetzen, dass aus Erkenntnissen endlich verlässliche Rahmenbedingungen werden.

Bildergalerie

Weitere Informationen aus dem frühkindlichen Bereich finden Sie hier: www.vbe-bw.de/verband/erzieher-innen/