VBE zur Einkommensrunde 2025 / 2026 (TV-L)

Der Tarifvertrag ist eine schriftliche Vereinbarung zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften, die verbindliche Regeln für Arbeitsbedingungen und Bezahlung in einem bestimmten Zeitraum festlegt und damit Rechtssicherheit schafft. Der TV-L, der Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder, hat Gültigkeit für alle Bundesländer außer Hessen. Er gilt für ca. 2,6 Millionen Beschäftigte der Länder, zu denen auch angestellte Lehrkräfte gehören. Am 31. Oktober 2025 endete er nach 25 Monaten und musste nun neu verhandelt werden.

Am 17.11. war es so weit. Beim Ringen von dbb, unserem Dachverband, und verdi, um eine einheitliche Linie bezüglich der Forderungen, kam zu einem, für uns zufriedenstellenden Ergebnis. 

Im Wesentlichen wurden unsere Forderungen in das Papier aufgenommen.

Eine Erhöhung der … 

  • Tabellenentgelte der Beschäftigten um 7 Prozent, mindestens aber 300 € (Laufzeit 12 Monate)
  • Zeitzuschläge für Sonderformen der Arbeit um jeweils 20 Prozentpunkte auf Basis der individuellen Stufe, mindestens jedoch Stufe 3 (z.B. Überstunden für die ein Freizeitausgleich nicht möglich ist)
  • Entgelte für Studierende um 200 € monatlich (Laufzeit 12 Monate)

Die unbefristete Übernahme der Auszubildenden und Studierenden nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung. 

Zeitgleiche und wirkungsgleiche Übertragung des Verhandlungsergebnisses auf Beamtinnen und Beamte sowie Versorgungsempfängerinnen und Versorgungsempfänger.  

Die stufengleiche Höhergruppierung.

Die Umsetzung der Verhandlungszusage aus 2019, insbesondere zur vollständigen Einführung der Paralleltabelle für tarifbeschäftigte Lehrkräfte (gerechte Bezahlung, gleiches Geld für gleiche Arbeit).

Die Einkommensrunde sieht folgenden Ablauf vor:

  • 1. Verhandlungstag: 3. Dezember 2025 (in der Vertretung des Landes Baden-Württemberg in Berlin)
  • 2. Verhandlungsrunde: 15. und 16. Januar 2026 in Potsdam
  • 3. Verhandlungsrunde: 11. bis 13. Februar 2026 in Potsdam

2023 ließen die Arbeitnehmer die ersten beiden Verhandlungsrunden verstreichen, ohne ein wirklich ernstzunehmendes Angebot zu machen. Sollte sich das auch bei der aktuellen Runde so verhalten,  

dann liegt es an uns, zu zeigen, dass wir viele sind und dass es uns mit unseren Forderungen ernst ist.  

Die Zeiträume zwischen den Verhandlungsrunden bietet uns dafür ausreichend Gelegenheit. Es wäre perfekt, wenn dann überall im Land, kleine Streik-Aktionen stattfinden würden. Wie Nadelstiche sollten sie das Land durchziehen.  

Sie haben eine Idee zu welcher Gelegenheit und/oder an welchem Ort eine solche Aktion öffentlichkeitswirksam stattfinden könnte? 

Sie sind bereit diese Aktion mit unserer Hilfe zu organisieren? 

Dann melden Sie sich bei uns! 

Gemeinsam mit dem ddb werden wir Sie bestmöglich beraten und unterstützen, für Material und Presse sorgen. Für jede Aktion ist eine Freigabe durch den dbb notwendig. Nur dann besteht Rechtssicherheit. Flyer mit hinweisen für Streikleitung, Arbeitnehmer und Beamte finden Sie unter www.dbb.de/einkommensrunde 2026/downloads. 

Machen wir uns also auf den Weg. Denn es wird kein Selbstläufer, sondern ein hartes Stück Arbeit werden, unsere Forderungen zu unserer Zufriedenheit durchzusetzen. 

Ruth Schweikert

(Landesreferatsleitung Arbeitnehmer)