Resolution der Pädagogischen Assistentinnen und Assistenten an Grundschulen an die Landesregierung von Baden-Württemberg

Anlässlich einer VBE-Fortbildung vom 28./29. September 2012 in Pforzheim für alle Pädagogischen Assistentinnen und Assistenten in Baden-Württemberg wenden wir uns an Sie, Frau Ministerin Warminski-Leitheußer, und an die komplette Landesregierung mit den Forderungen:

  • Im Namen der Kinder an den Grundschulen Baden-Württembergs, besonders an den Grundschulen mit hohem Migrantenanteil und an Brennpunktschulen: Lassen Sie unsere Verträge am 31.01.2013 nicht auslaufen, sondern entfristen Sie unsere Verträge. Unsere Arbeit an den Grundschulen hat sich gerade für Kinder mit Förderbedarf als äußert wichtig und hilfreich erwiesen. Die Landesregierung hat richtigerweise erkannt, wie wichtig gerade dieser Bereich ist. Alle Kinder mit Förderbedarf sollen schon im frühen Bereich ihrer Schullaufbahn so unterstützt werden, dass sie ihre Defizite aufarbeiten können. Die Lehrerinnen und Lehrer sind dabei auf unsere Unterstützung angewiesen. Nur durch unsere Arbeit sind hier wesentliche Verbesserungen  möglich (Einen exemplarischen Bericht zu unserer Arbeit finden Sie unten). In Zeiten der Integration, Inklusion und der Differenzierung werden wir dringend gebraucht.
  • Die Vorgabe der Landesregierung, dass Schulen beim Ausscheiden eines Pädagogischen Assistenten nur durch den Wegfall von Lehrerdeputatsstunden eine neue Pädagogische Assistentin einstellen können, ist äußerst unbefriedigend. Die Schulen sind gerade mal so versorgt, dass der Pflichtbereich abgedeckt und der Ergänzungsbereich sehr klein oder gar nicht vorhanden ist. Da bleibt dann keine Luft, sich für Pädagogische Assistentinnen zu entscheiden, was mittel- und langfristig zum Verschwinden unseres Berufes führen wird. Wir bitten Sie also, diese Regelung zurückzunehmen und dauerhafte Arbeitsplätze einzurichten.
  • Fast alle von uns arbeiten nur mit geringen Teilzeitaufträgen an den Schulen. Es gibt kaum eine Möglichkeit, unsere Arbeitszeit aufzustocken. Wir bitten Sie, uns den anderen Landesbediensteten gleichzustellen,  damit auch wir unsere Arbeitszeit nach persönlichen Bedürfnissen  beantragen können. Der Bedarf an den Schulen ist dafür da.

 

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