VBE: Bessere Unterrichtsergebnisse durch weniger mediale Reizüberflutung sowie mehr erzogene Schüler

Stuttgart. „Eine grenzenlose pädagogische Gleichgültigkeit in der Erziehung von Kindern und Jugendlichen gegenüber für die Persönlichkeit negativen Entwicklungen und die permanent vorhandene mediale Reizüberflutung machten Schülern und damit auch den Lehrern die Arbeit im Unterricht heute unnötig schwer“, moniert der Sprecher des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE) Baden-Württemberg.

Michael Gomolzig, VBE Pressesprecher

Michael Gomolzig, VBE Pressesprecher

Permanenter Medienkonsum – vom ständig eingeschalteten Smartphone über den exzes­siv genutzten Computer, Tablets, DVDs und TV-Apparate bis hin zu den allerneuesten Spielekonsolen – und in Erziehungsfragen grenzenlos nachgiebige, zuweilen sogar nach­lässige oder völlig gleichgültige Eltern erschwerten Kindern und Jugendlichen immer mehr, in der Schule konzentriert und selbständig zu arbeiten. Lehrer müssen daher, be­vor sie ihren eigentlichen Bildungsauftrag in der Schule wahrnehmen können, im Unter­richt verstärkt erst einmal Basis-Erziehungsarbeit leisten, damit Lernen – ob selbstorien­tiert, in der Gruppe oder frontal – überhaupt stattfinden und gelingen kann, und zwar unabhängig von der jeweiligen Schulart.

„Dieser täglich Spagat zwischen dem hohen pädagogischen Anspruch an sich selber für einen nachhaltigen, effektiven Unterricht und der vorgefundenen Schulwirklichkeit ist für Lehrer Stress pur, macht ihnen das Leben zusätzlich schwer und sie auf Dauer möglicherweise sogar krank“, warnt der VBE-Sprecher. Gleichzeitig werde der Unter­richtserfolg bei den Schülern immer mehr infrage gestellt.

Ein vernünftiger Umgang der Schüler mit den heute zur Verfügung stehenden vielfälti­gen Medien sowie eine liebevoll konsequente erzieherische Begleitung durch ein inte­ressiertes Elternhaus würden für eine Steigerung der Qualität schulischer Leistungen weit mehr bewirken als so manche Bildungsoffensive und Schulstrukturdebatten, ver­sichert der VBE-Sprecher.

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